Suche
Suche Menü

Wege aus dem Schmerz und der Stressfalle

Vom „Oh, Weh“ zum „Aha“

Hier lesen Sie Ermutigendes über das Aufspüren eigener Wege aus dem Schmerz und der Stressfalle, über das Geheimnis unserer lebenswichtigen Instanz Leib und warum Wissen gut und Verstehen besser ist.

Die eigene Spur finden

Ursache vieler gesundheitlicher Probleme ist ein Ungleichgewicht zwischen Arbeitsbelastung, familiären Anforderungen und persönlichen Bedürfnissen. Sie führen zu Fehlhaltungen, Balance- und Spannungsstörungen. Wenn die Schmerztoleranz sinkt, steigt der Stresspegel und umgekehrt; die individuelle Geschmeidigkeit nimmt ab… – „Oh, Weh…!“ – Es lohnt sich, die Emotionen mit ins Boot zu holen; denn das bedeutet, einen der wirkungsvollsten Faktoren der Schmerzweiterleitung miteinzubeziehen. Ein nachhaltiger Weg zur Lösung aus dem Schmerz oder der Stressfalle führt immer durch den Körper: Sowohl die Bewältigung körperlicher Beschwerden oder Einschränkungen, als auch die Auseinandersetzung mit erlebter Hilflosigkeit. Wesentlich dabei ist, auf die eine oder andere Art in Bewegung zu kommen, um aus der lähmenden Ohnmacht die Vollmacht über sich selbst zurückzugewinnen. So können Sie die Regie Ihres Lebens wieder in die eigene Hand nehmen. Ich helfe Ihnen, Ihre eigene Spur zu finden.

Wissen ist gut – verstehen ist besser

Ein Leben in völliger Schmerz- oder Stressfreiheit ist nicht sinnvoll, denn auch an diesen Empfindungen lernen wir das Leben. Erstrebenswert ist es, nicht im Dauerstress oder im chronischen Schmerz leerzulaufen, sondern bewußt damit umzugehen. Um beweglich zu sein und für Unerwartetes reaktionsfähig zu bleiben, müssen wir unsere körperliche, geistige und emotionale Geschmeidigkeit trainieren und pflegen. Gefühle, Emotionen und Symptome sind die Sprache unseres Körpers, der als einziges Instrument, das uns mit dem Leben verbindet, unser Fühlen und Denken zum Ausdruck zu bringen vermag. Niemals würde unser Körper uns schaden wollen – im Gegenteil: Missempfindungen, Unwohlsein, Schmerz sind wichtige „Stimmen“, die sich melden, wenn etwas „nicht stimmt“. Anstatt den Körper für die Symptome, die er zeigt, abzulehnen und zusätzlich zu schwächen, braucht es nur freundliches Interesse und etwas Übung, um ihn richtig verstehen zu lernen. Dann können Sie Ihre innere Stimme als zuverlässige weise Instanz in sich achten und jederzeit miteinbeziehen.

Wissen ist die beste Medizin und ein Aha-Erlebnis der erste Schritt zur Genesung. Wie läßt sich  ein zuverlässig gesunder Umgang mit Schmerz und Stress finden? In erster Instanz durch den Leib: Das Phänomen (das, was sich als Symptom zeigt und wahrnehmbar ist) führt zu den Strukturen (das, was dem Symptom zugrunde liegt und erfasst werden kann); und von den Strukturen können wir zu den Entwürfen und Mustern gelangen (das, was der gefühlte Sinn, „felt sense“ dahinter ist). Über die aktuellen körperlichen Empfindungen ist es möglich, in meiner Behandlung auch ohne Inhalt eines entsprechenden Ereignisses (Stressor) zu arbeiten. Wenn man ihn lässt, kann der Körper die unvollendeten Prozesse von „Reaktionsknoten“ auf seine natürliche Weise zu einem Abschluss führen, Stockendes in Fluß bringen und zu seiner elastischen Selbstregulation zurückfinden.

Störungen haben Vorrang

Werden wir in unserem Wohlgefühl gestört, sind wir zur Achtsamkeit angehalten. Störungen – wodurch auch immer – gehen mit Widerständen einher, die Hinwendung, brauchen, um sich nicht zu verfestigen. Achtsamer Umgang mit dem Widerstand und am Widerstand entlang gibt unserennkomplexen Regulationssystemen Raum, in Ruhe ihre Arbeit zu tun. Das ermöglicht Veränderung und Bildung elastischen „Narbengewebes“. Erstarrung wird dadurch verhindert, Schwingungsfähigkeit und Geschmeidigkeit werden gefördert.

Seit Jahrzehnten wird geforscht, und doch führen Schmerzmittel und Psychopharmaka auch heute weder zu einer zufriedenstellenden Linderung noch zu einem gesunden Umgang mit Schmerz und Stress. Darum sind Methoden, die unsere Körperwahrnehmung und unser Selbst-bewußt-Sein fördern, sowohl in der Schmerztherapie als auch in der Stressbewältigung wichtig und hilfreich.

Die Heilkraft der Gelassenheit

Es sind zwei unterschiedliche Dinge, ob wir einen Schmerz- oder Stressreiz erfahren oder an ihm leiden. Das Schmerz- oder Stresserleben ist auch keine Einbahnstraße, denn genauso, wie negative Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen, können positive Emotionen dies ebenso: Hierbei wird die Weiterleitung von Schmerzsignalen durch psychische Vorgänge neurobiologisch gehemmt. Es gibt heute zahlreiche Untersuchungen, die bestätigen, daß regelmäßiges Üben von Achtsamkeit, Bewußtheit und Entspannung die Schmerz- und Stresswahrnehmung so beeinflussen kann, daß wir mit Stress besser umgehen können und unsere Schmerztoleranz steigt. Der Zauber liegt dabei weniger in spiritueller Abgehobenheit als in der bodenständigen Übung leiblicher Präsenz. Der zwischenmenschliche Kontakt ist ebenfalls ein wichtiger Wirkfaktor auf das Schmerz- und Stressempfinden.

Knoten lösen

Alles was uns hilft, in Resonanz zu gehen, fördert unsere Resilienz und die Fähigkeit zur Differenzierung und Selbstheilung. Therapie im Sinne der heilsamen Behandlung und Begleitung ergibt nur wirklich Sinn, wenn Körper, Seele und Geist berücksichtigt werden. Im Zusammenspiel dieser drei Dimensionen können wir echte Lebensqualtität entwickeln: Dadurch, daß Sie (ver)störende und belastende Symptome nicht übergehen, sondern feinkörnig wahrnehmen und sich ihrer bewußt werden, geben Sie sich die Chance, Missempfindungen in einen nachvollziehbaren Zusammenhang zu bringen. So können Sie ihnen selbstbestimmt und verantwortlich begegnen. „Störungen“ verlieren an Unheimlichkeit und Bedrohung, es eröffnen sich neue Perspektiven und Möglichkeiten für einen angemessenen Umgang mit ihnen. Von der Angst vor Veränderung kann so eine Wendung gelingen zur Freude daran, die persönliche Souveränität zu erweitern.

Zur Übersicht Details über Schmerz und Stress